Statement der MIT Sachsen zum Vorstoß der SPD zum Thema Erbschaftsteuer

Datum des Artikels 20.01.2026
Pressemitteilung

Die MIT Sachsen kritisiert den aktuellen Vorstoß der SPD zur Erbschaftsteuer sowie die daraus resultierende Debatte ausdrücklich. Besonders kritisieren wir als Wirtschaftsverband der CDU Sachsen die Freibetragsgrenze von fünf Millionen Euro. „Kein Unternehmen hat einfach mal so fünf Millionen Freibetrag auf dem Konto zur freien Verfügung“ kritisiert die Landesvorsitzende der MIT Sachsen, Nora Seitz. Vielmehr investieren Unternehmen ihr Kapital dauerhaft in den Betrieb und damit auch in Arbeitsplätze. Gerade in inhabergeführten Unternehmen, wie sie in Sachsen überwiegend anzutreffen sind, handelt es sich dabei um über Jahre gebundenes Betriebsvermögen. Besorgniserregend ist zudem das zunehmend unternehmerfeindliche Bild, das sich in den vergangenen Monaten, auch durch öffentliche Äußerungen der Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, verfestigt hat. Dieses darf nicht weiter durch irreführende Darstellungen über Unternehmensfinanzen befördert werden.

„Wer glaubt, mit einer Steuer auf die Substanz unsere Wirtschaft zu fördern, hat jede Realität verloren. Stundungen sind Augenwischerei, sie schaffen keine Liquidität, sondern nur neue Schulden!“, kritisiert Carmen Andres, Vorsitzende des Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge der MIT, den Vorstoß in den sozialen Medien. „Es ist absurd und bösartig“ so Andres weiter.

Der Vorstoß der SPD kommt zudem zur Unzeit. Die sächsische Wirtschaftsstruktur besteht zu rund 86 Prozent aus kleinen und kleinsten, überwiegend inhabergeführten Unternehmen. Deutschland befindet sich mittlerweile im dritten Jahr der Rezession und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Auch für das Jahr 2026 erwarten Ökonomen keine spürbare Entspannung der wirtschaftlichen Lage.

Als MIT Sachsen lehnen wir daher den vorgelegten Entwurf der SPD entschieden ab. Statt zusätzlicher Belastungen brauchen unsere Familienunternehmen dringend echte Entlastungen, um wieder Luft zum Atmen und wirtschaftlichen Handlungsspielraum zu gewinnen, gerade in diesen herausfordernden Zeiten.

Dresden, den 19.01.2026