Die Einkommensteuer ist Sachsens Mittelstandssteuer – Zeit für eine Entlastung!

Datum des Artikels 18.02.2026
Pressemitteilung

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Sachsen stellt sich hinter den Vorstoß von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zur Reform der Einkommensteuer. Linnemanns Plan, den Spitzensteuersatz erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 80.000 Euro greifen zu lassen statt wie bisher bei rund 68.000 Euro, ist aus Sicht der sächsischen MIT eine überfällige Korrektur eines ungerechten Steuersystems.

„Wir erleben derzeit, dass engagierte Facharbeiter, Meister und kleine Unternehmer in Sachsen viel zu früh vom Spitzensteuersatz getroffen werden. Das ist leistungsfeindlich“, erklärt die MIT-Landesvorsitzende Nora Seitz. „Wenn der Staat bei jeder Überstunde und jeder Gehaltserhöhung überproportional zugreift, nimmt er den Menschen die Motivation. Wir brauchen aber genau diese Leistungsbereitschaft, um den Wirtschaftsstandort Sachsen stabil zu halten.“

Besonders für den sächsischen Mittelstand, der stark durch das Handwerk und familiengeführte Betriebe geprägt ist, hat diese Reform eine existenzielle Bedeutung. Nora Seitz unterstreicht damit die Linie der MIT-Bundesvorsitzenden Gitta Connemann, die die Einkommensteuer als „Mittelstandssteuer“ bezeichnet: „In Sachsen sind rund drei Viertel der Betriebe als Personenunternehmen organisiert. Für diese Firmen ist die Einkommensteuer keine reine Privatangelegenheit, sondern die Steuer, die ihre Investitionskraft bestimmt. Wer die Einkommensteuer senkt, stärkt direkt unsere Betriebe vor Ort.“

Die MIT Sachsen fordert zudem, den sogenannten „Mittelstandsbauch“ konsequent abzuflachen. „Es kann nicht sein, dass qualifizierte Fachkräfte im Handwerk steuerlich behandelt werden wie Top-Manager. Der Facharbeiter ist kein Millionär, aber er wird vom Fiskus oft so behandelt“, so Seitz weiter. Die Anhebung der Grenze auf 80.000 Euro sei ein Signal des Respekts vor der täglichen Arbeit.

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der hohen Belastungen durch Bürokratie und Energiepreise sieht die MIT Sachsen in der Steuerreform ein notwendiges Aufbruchsignal. Nora Seitz abschließend: „Wir müssen weg von der Umverteilung und zurück zur Belohnung von Eigeninitiative. Nur wenn sich Arbeit und Unternehmertum wieder spürbar lohnen, bleibt Sachsen wettbewerbsfähig.“